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Radlager tauschen am Benz

Veröffentlicht von Manuel (manuel) am 31.10.2013
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- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -Ich wurde ja durch das Netz vorgewarnt, Horrorgeschichten von 30t-Pressen und ohne Spezialwerkzeug unmöglicher Arbeit usw. Dabei wollte ich nur an meinem W124 T-Modell ein hinteres Radlager tauschen, an anderen Autos schon X-mal gemacht. Wobei die X-mal am X auf eigene Blödheit zurückzuführen waren, das erzähle ich lieber nicht.

Um notfalls größeres Werkzeug ansetzen zu können habe ich vorsorglich den Achsschenkel ausgebaut, die fünf Raumlenker und die Antriebswelle gingen auch locker auf, das war einfach. Jetzt noch kurz den Radflansch und das alte Lager rausklopfen, dann könnte man das ganze mit dem neuen Lager wieder zusammenbauen.

Mangels der zum Rauspressen des Radflansches vorgeschlagenen 30t-Presse kam der Sepp mit 10kg-Hammer zum Einsatz, das sollte eigentlich mindestens genauso gut funktionieren.

Die letzten beiden Abende haben wir dann mit Klopfen, Hämmern und Draufhauen verbracht, zwischendurch Erhitzen mit Schweissbrenner und Abzieher, viel Fluchen. Der Flansch rührte sich kein bisschen. Nach nem Neuteil erkundigt: 475 Euro. Auch keine Lösung.

Heute dann die Idee: Wenn man den inneren Lagerring auftrennen könnte müsste das ganze ja fast von alleine auseinander fallen. Drei Hartmetallbohrer und einige leichte Schläge später stellte sich dann das gewünschte Ergebnis ein, siehe Bild. Dass wir dabei die Welle des Radflansches "angekratzt" haben halte ich für unwesentlich, schließlich darf ich als Ing. selbst festlegen, ab welchem Grad Beschädigungen ein Problem sind, somit habe ich beschlossen, dass der Flansch wieder verwendet werden kann.

Das Netz hat doch meistens recht. Jetzt das ganze schnell mit dem neuen Lager wieder zusammenbauen..

 

Zuletzt geändert am: 31.10.2013 um 22:05

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